SPEZIFITÄT VON CORONATESTEN

Wie viele der Erregernachweise werden falsch positiv?


Beurteilung des Multipolar-Artikels „Warum die Pandemie nicht endet“.


Was ist ein Ringversuch?

Es werden Blindproben an Labore geschickt, die sie bis zu einem bestimmten Termin auswerten und das Ergebnis dann zurückschicken müssen. Der Ringversuchsveranstalter wertet die Ergebnisse dann aus und bei falschen Ergebnissen muss das Labor den Fehler bei der Testung suchen.


Der Ringversuchsveranstalter Instand hat im April einen Termin zur Testung von SARS-CoV2 angesetzt, Blindproben 463 Labore geschickt, die sich für den Ringversuch angemeldet hatten. Es kamen fast 1000 Ergebnisse zurück. Dies hängt mit dem Aufbau des Virus zusammen. Es können 5 verschiedene Strukturen/Gene nachgewiesen werden, die z.T. SARS-CoV2-spezifisch sind  und z.T. in vielen Coronaviren zu finden sind. Da einige Labore mehrere dieser Strukturen nachweisen ist die Zahl der Ergebnisse mehr als doppelt so hoch, wie die Zahl der einsendenden Labore.


Jetzt aber zu den Ergebnissen:

Zuerst kurz zu den positiven Proben. Für die Proben hat man Coronastämme 1:1000. 1:10 000 und 1:1 000 000 verdünnt:

1:1 000 verdünnt

Dies war die Probe mit der höchsten Viruskonzentration.

Es waren 0,3% der Ergebnisse falsch negativ oder fraglich.


1: 10 000 verdünnt        

In dieser Probe waren 1/10 der Viren von Probe 1.

Es waren 1,2% falsch negativ oder fraglich.


1: 1 000 000 verdünnt

In dieser Probe waren am wenigsten Viren vorhanden

Es waren 7% falsch negativ oder fraglich.


Daraus kann man ersehen, wie wichtig es ist, dass gut abgestrichen wird, denn je weniger Virusmaterial sich auf dem Abstrich befindet umso falsch-negativer ist das Ergebnis.


Jetzt zu den negativen Proben, die uns eigentlich interessieren

In der ersten Probe war ein anderer Coronavirus enthalten, also nicht der Covid-19-Erreger, sondern ein verwandter Coronavirus. Damit wollte man schauen, wie spezifisch die Teste auf den Erreger reagieren, und ob es Kreuzreaktionen mit anderen Viren gibt. Bei dieser Probe waren in der Endauswertung 2,2% der Ergebnisse falsch positiv.


Die zweite Probe ist die wichtigste Probe überhaupt, denn in dieser Probe war einfach kein Virus enthalten. Bei dieser Probe waren 1,4% der Ergebnisse falsch positiv bzw. fraglich.


1,4% falsch positive Werte, wenn gar kein Virus in der Probe enthalten ist.


Die Zahl der positiven Patiententeste kann man immer am Mittwoch beim RKI sehen. Im Moment sind wir bei 1% positven Testen. Wie kann das sein?


Das Virus wird hauptsächlich über PCR nachgewiesen. Dabei wird ein Gen isoliert, vervielfältigt und dann nachgewiesen. Eine PCR ist ein aufwendiger Test mit einer komplizierten Probenvorbereitung und bei ungenauer Arbeitsweise (in der ich das Hauptproblem sehe) kann es leicht zu falschen Ergebnissen kommen. Die Labore mit falschen Ergebnissen haben offensichtlich auf die Fehler reagiert.

Wenn wir pro Woche ca. 350 000 Teste deutschlandweit durchführen, bei einer Fehlerquote von 0,5%, so entspricht dies ca. 1700 falsch positiven Testen pro Woche. Dies ist sicherlich eine Zahl, mit der man die Bevölkerung weiterhin im Panikmodus halten kann, wenn man dies will.


Wir führen im Moment viele Teste durch, da man bei fast jedem Patient, der ins Krankenhaus kommt, vorher einen Coronaabstrich durchführen  muss.

Weigert sich der Patient, den Test durchführen zu lassen, so wird er nicht operiert.

Für mich ein Skandal, aber von der bayrischen Regierung so angeordnet. Wenn wir nicht das tun, was die Regierung möchte, werden wir ausgegrenzt. Wir dürfen nicht mehr ohne Mundschutz einkaufen und ohne Coronatest werden wir im Krankenhaus nicht mehr behandelt. Und dies sind nur die Anfänge dessen, was sich die Regierung für uns noch alles ausdenkt.

 

Renate Seiler
Margeritenstraße 12
87488 Betzigau

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